Ayurveda

Ayurveda ist eine ganzheitliche indische Heilkunst, deren älteste schriftliche Aufzeichnungen etwa bis ins Jahr 1500 v. Chr. datiert werden. Ayurveda behinhaltet sowohl Konzepte zur Erhaltung als auch zum Wiedererlangen der Gesundheit. Einer der ersten Lehrsätze, die ein Student der Ayurveda Medizin lernt, lautet:

Übersetzung:
swastasya = gesunde Person
swastja = Gesundheit
rakshanam = erhalten
aturasya = Patient
vikar = Krankheit
parimoksha = eliminieren

Ayurveda ist ein Wort aus dem Sanskrit, der alten Gelehrtensprache Indiens, und bedeutet soviel wie "Wissenschaft vom gesunden Leben". In der Charak Samhita, eines der alten Lehrbücher des Ayurveda, wird Ayurveda so definiert:

        Gutes und schlechtes Leben,
        glückliches und unglückliches Leben,
        das, was dem Leben zu- bzw. abträglich ist,
        das Maß des Lebens und seiner Komponenten und das Leben selbst,
        wo all dies erklärt wird, das nennt man Ayurveda.

Ayurveda legt großen Wert auf die Gesunderhaltung und gibt Tipps wie dies erreicht werden kann. Dabei geht Ayurveda davon aus, dass man dann gesund ist, wenn Körper, Geist und Seele im Einklang sind.

Da wir in unserem Leben aber ständig Veränderungen ausgesetzt sind und uns zudem in einem permanenten Spannungsfeld von Anforderungen, die die Gesellschaft an uns stellt oder die wir uns selbst auferlegen befinden, entsteht schnell ein Ungleichgewicht. Zuerst reagiert das Gemüt mit einem Gefühl des Unwohlseins, dann folgt der Körper. Um die Manifestation einer Krankheit zu verhindern, müssen wir aktiv etwas für unsere Balance tun.

Der Ayurveda bietet die Lebensstilberatung, in Verbindung mit verschiedenen Massagebehandlungen und bewusste, auf Konstituation und Lebenssituation abgestimmte Ernährung.

Über die Ernährung schreibt die Charak Samhita: "Eine angemessene und für die Person geeignete Ernährungsweise während einer Krankheit ist gleichwertig wie hundert Medikamente. Und jedwede Anzahl von Medikamenten bringt kaum gute Erfolge, wenn nicht gleichzeitig eine entsprechende diätische Kur eingehalten wird."

Tu deinem Leib etwas Gutes, damit deine Seele Lust hat, darin zu wohnen. (Theresia von Avila)
Lebensmittelhandbuch Ernährungshandbuch

Inhalt: Grundlagen für gesundheitsfördernde Wirkung von Lebens-mitteln sowie deren sinnvolle Verwendung gemäß Ayurveda.

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Einführung Ayurveda, Konzept der Doshas, im zweiten Teil Kochbuch mit vielen Rezepten zum Nachkochen.

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Das Konzept der Bioenergien - Doshas
Alles im Universum besteht aus den fünf Elementen Erde, Wasser, Feuer, Luft und Äther. Wobei diese fünf Elemente sowohl als Materie als auch als Energien zu verstehen sind.
Die energetische Form dieser fünf Elemente wird im Ayurveda gemäß ihrer Eigenschaften in die drei Bioenergien Vata, Pitta und Kapha zusammengefasst:

Dosha Elemente Eigenschaften
Vata Äther & Luft leicht, kalt, trocken, klar, Bewegung
Pitta Feuer & Wasser heiß, scharf, ölig, flüssig, Umwandlung
Kapha Wasser & Erde schwer, kalt, weich, geschmeidig, ölig, Formgebend

Jeder Mensch hat die drei Doshas zu unterschiedlichen Teilen in sich. Wie diese Verteilung ist, hängt von seiner ihm individuell eigenen Konstitiution ab, die ihm schon bei Geburt inne wohnt.

Das Wort Dosha bedeutet übersetzt:
"das, was leicht aus dem Gleichgewicht zu bringen ist"

Diese Bedeutung ist so zu verstehen: alles im Leben hat Einfluss auf die Doshas. Sowohl Klima und Jahreszeiten als auch Lebensumstände, Partnerschaft, Beruf oder unsere Ernährung. Wir sind einem permanenten Strom von Veränderungen unterworfen. Wenn wir uns diesen Veränderungen nicht unserer Konstitution entsprechend anpassen können, kommen die Doshas aus dem Gleichgewicht, was sich dann in körperlichen, geistigen oder auch seelischen Missempfindungen äußert.

Um das irritierte Dosha wieder zu harmonisieren wird mit den entgegengesetzten Eigenschaften behandelt. Ist zum Beispiel Vata aus dem Gleichgewicht geraten und die Person fühlt sich gestresst und unruhig und hat eventuell noch kalte Füße würden in der Ernährung warme Getränke (z. B. heißer Ingwertee), wärmende Gewürze (z. B. Kardamom) und Speisen (z. B. Mungbohnen-Suppe) empfohlen. Eine sanfte, beruhigende Ölmassage mit warmem Sesamöl oder eine Fußmassage mit Ghee wären zu empfehlen. In der Lebensführung würde Regelmäßigkeit im Tagesablauf und zur Entspannung Meditation unterstützend wirken.